Mehrbedarf

Für bestimmte typisierte Bedarfe, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt sind, werden nach § 21 SGB II Mehrbedarfe gezahlt. Die Höhe der Leistungen für Mehrbedarfe bemisst sich in der Regel nach Prozentsätzen von dem maßgebenden Regelbedarf.

 

Anerkannt wird ein Mehrbedarf für

 

werdende Mütter nach der 12. Schwangerschaftswoche

von 17% des maßgebenden Regelbedarfs

Alleinerziehende mit einem Kind unter 7 Jahren oder mit zwei oder drei Kindern unter 16 Jahren

von 36% des maßgebenden Regelbedarfs

Alleinerziehende, die nicht unter die vorstehende Regelung fallen

von 12% des maßgebenden Regelbedarfs pro Kind, max. jedoch 60% des maßgebenden Regelbedarfs

erwerbsfähige Behinderte, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX erhalten sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines Arbeits- oder Ausbildungsplatzes

von 35% des maßgebenden Regelbedarfs

 

nicht erwerbsfähige Behinderte, die das 15. Lebensjahr vollendet haben und Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten nach § 54 Abs. 1 Nr. 1 und 2 des SGB XII

von 35% des maßgebenden Regelbedarfs

nicht erwerbsfähige Personen, die voll erwerbsgemindert sind nach dem SGB VI und Inhaber eines Ausweises mit dem Merkzeichen G sind

von 17% des maßgebenden Regelbedarfs

Leistungsberechtigte, die aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändige Ernährung brauchen

in angemessener Höhe

Leistungsberechtigte, die einen unabweisbaren, laufenden, nicht nur einmaligen besonderen Bedarf gelten machen können

in angemessener Höhe

Leistungsberechtigte, bei denen das Wasser dezentral über den Haushaltsstrom erwärmt wird

je nach Regelbedarf zwischen 0,8% und 2,3%

 

Die Summe der Mehrbedarfe ist begrenzt auf die Höhe des maßgebenden Regelbedarfs.